ohne


ohne

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1oh|ne ['o:nə] <Präp. mit Akk.>:
1. drückt aus, dass jmd., etwas (an dieser Stelle, zu dieser Zeit) nicht beteiligt, nicht vorhanden ist; nicht ausgestattet mit, frei von:
ohne Geld; er ist [seit vier Wochen] ohne Arbeit; sie war lange ohne Nachricht von ihrer Familie; ohne jmdn. nicht leben können; es geschah ohne ihr Zutun; er war ohne Schuld.
2.
a) drückt aus, dass jmd., etwas Zugehöriges nicht dabei, nicht vorhanden ist, weggelassen wurde: ein Kleid ohne Ärmel; ein Topf ohne Deckel; ohne Mantel gehen; diese Wohnungen sind nur für Ehepaare ohne Kinder; ein Zimmer ohne Frühstück.
b) drückt ein Ausgeschlossensein aus; nicht mitgerechnet, ausschließlich:
die Miete beträgt 600 Euro ohne Nebenkosten; Preise ohne Mehrwertsteuer; Gewicht ohne Verpackung.
Syn.: ausgenommen, nicht inbegriffen.
  2oh|ne ['o:nə] <Konj.; in Verbindung mit »dass« oder Infinitiv mit »zu«>:
drückt aus, dass jmd. etwas unterlässt, nicht tut oder dass etwas nicht geschieht: er half uns, ohne dass ihn einer dazu aufgefordert hatte; er nahm das Geld, ohne zu fragen.

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oh|ne
I Präp. m. Akk.〉
1. frei von, unter Weglassung von, ungerechnet
2. nicht mit, ausgenommen
● er glaubt, \ohne sie nicht leben zu können ● mein Brief ist bisher \ohne Antwort geblieben; das ist \ohne Bedeutung; er ist \ohne Falsch; ich bin \ohne Geld ich habe (augenblicklich) kein Geld; er ging \ohne Gruß fort; \ohne Hilfe; \ohne Hut, \ohne Strümpfe ausgehen; \ohne Jahr 〈Abk.: o. J.; in bibliograf. Angaben〉 ohne Angabe des Erscheinungsjahres; sie verreisen \ohne die Kinder; sie kam \ohne ihren Mann; \ohne Ort 〈Abk.: o. O.; in bibliograf. Angaben〉 ohne Angabe des Erscheinungsortes; das ist \ohne seine Schuld geschehen; Gehalt \ohne Spesen, \ohne Provision; Ware \ohne Verpackung; \ohne mein Wissen; \ohne ein Wort des Dankes; Kaffee, Tee \ohne Zucker und Milch; \ohne (allen) Zweifel zweifellos ● er ist nicht \ohne Temperament er hat T.; er ist nicht \ohne 〈umg.〉 er hat seine Vorzüge, seine Fähigkeiten; er kann gefährlich werden; das ist gar nicht \ohne! 〈umg.〉 das könnte mich reizen; der Vorschlag ist gut; die Sache ist nicht \ohne 〈umg.〉 die Sache ist nicht so harmlos, wie sie aussieht; \ohne weiteres/Weiteres
II 〈Konj.〉
1. unter Vermeidung von
2. weil nicht
3. während nicht
● \ohne zu fragen, \ohne zu lachen; \ohne etwas zu sagen; \ohne jmdn. gesehen zu haben; er hörte sich alles an, \ohne eine Miene zu verziehen; ich habe ihn gekränkt, \ohne es zu wissen, \ohne dass ich es wusste
[<ahd. ano, got. inu(h) <idg. *enu, *əneu]

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1oh|ne <Präp. mit Akk.> [mhd. ān(e), ahd. āno]:
1. drückt aus, dass jmd., etwas (an dieser Stelle, zu dieser Zeit) nicht beteiligt, nicht vorhanden ist; nicht ausgestattet mit, frei von:
o. Geld;
o. Mittel;
er ist [seit vier Wochen] o. Arbeit;
o. jmdn. nicht leben können;
o. Ansehen der Person entscheiden;
es geschah o. ihr Zutun;
alle o. Unterschied;
er war o. Schuld;
o. viel (mit nur wenig) Mühe;
nicht o. Schönheit (recht schön);
o. mich! (ich mache bei dieser Sache nicht mit, will nichts damit zu tun haben!);
<mit Unterdrückung des folgenden Subst.:> sie schläft am liebsten o. (ohne Schlafanzug; nackt);
nicht [so] o. sein (ugs.; nicht so harmlos, sondern stärker, bedeutender sein als gedacht: eine Grippe ist gar nicht so o.; dieser Vorschlag ist durchaus nicht o.)
2.
a) drückt aus, dass jmd., etw. Zugehöriges nicht dabei, nicht vorhanden ist, weggelassen wurde:
ein Kleid o. Ärmel;
ein Topf o. Deckel;
ein Zimmer o. Frühstück;
er kam o. seine Frau;
das Gesicht o. Seife waschen;
(Rudern:) Vierer o. [Steuermann];
b) drückt ein Ausgeschlossensein aus; nicht mitgerechnet, ausschließlich:
Gewicht o. Verpackung;
Preise o. Pfand, o. Mehrwertsteuer;
o. Bedienung.
2oh|ne <Konj. in Verbindung mit »dass« od. dem Inf. mit »zu«> [zu: 1ohne]:
gibt an, dass etw. nicht eintritt od. eingetreten ist od. dass jmd. etw. unterlässt, nicht tut:
sie nahm Platz, o. dass sie gefragt hätte/o. gefragt zu haben;
helfen, o. zu zögern;
sie bestätigte es, natürlich nicht, o. einen giftigen Kommentar anzufügen (natürlich, indem sie einen giftigen Kommentar anfügte).

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oh|ne [mhd. ān(e), ahd. āno]: I. <Präp. mit Akk.> 1. drückt aus, dass jmd., etw. (an dieser Stelle, zu dieser Zeit) nicht beteiligt, nicht vorhanden ist; nicht ausgestattet mit, frei von: o. Geld; o. Mittel; er ist [seit vier Wochen] o. Arbeit; o. jmdn. nicht leben können; sie war lange o. Nachricht von ihrer Familie; o. Gnade, Furcht, Hoffnung; Ohne Widerstand lässt er sich festnehmen (Ossowski, Flatter 187); Sie hatte in der Apotheke welches (= Valium) kaufen wollen, doch o. Rezept ging das nicht (Alexander, Jungfrau 111); o. Ansehen der Person urteilen (Rechtsgrundsatz); er war o. Schuld; es geschah o. ihr Zutun; alle o. Unterschied; o. mich! (ich mache bei dieser Sache nicht mit, will nichts damit zu tun haben!); o. jede Chance, Möglichkeit zu helfen; o. viel (mit wenig) Mühe; nicht o. Schönheit (recht schön); Der Kanzler indes erprobt - nicht o. Aussicht auf Erfolg (mit guten Erfolgsaussichten) - eine grandiose Marketingidee (Woche 14. 11. 97, 1); <mit Unterdrückung des folgenden Subst.:> Gibt es hier was „o.“? (ohne [Lebensmittel]marken; Kempowsky, Uns 107); sie schläft am liebsten o. (ohne Schlafanzug; nackt); *nicht [so] o. sein (ugs.; nicht so harmlos, sondern stärker, bedeutender sein als gedacht): eine Grippe ist gar nicht so o.; dieser Mann, Vorschlag ist durchaus nicht o. 2. a) drückt aus, dass jmd., etw. Zugehöriges nicht dabei, nicht vorhanden ist, weggelassen wurde: ein Kleid o. Ärmel; ein Topf o. Deckel; o. Hut, o. Mantel gehen; ein Zimmer o. Frühstück; diese Wohnungen sind nur für Ehepaare o. Kinder; er kam o. seine Frau; das Gesicht o. Seife waschen; (Rudern:) Vierer o. [Steuermann]; b) drückt ein Ausgeschlossensein aus; nicht mitgerechnet, ausschließlich: Gewicht o. Verpackung; Preise o. Pfand, o. Mehrwertsteuer; o. Bedienung; o. mich sind es 10 Teilnehmer. II. <Konj. in Verbindung mit „dass“ od. dem Inf. mit „zu“> gibt an, dass etw. nicht eintritt od. eingetreten ist od. dass jmd. etw. unterlässt, nicht tut: o. dass der Hebel angerührt wurde, flammten die Scheinwerfer auf; sie nahm Platz, o. dass sie gefragt hätte/o. gefragt zu haben; helfen, o. zu zögern; natürlich nicht, o. einen giftigen Kommentar anzufügen (doppelte Verneinung: mit einem giftigen Kommentar; Dönhoff, Ära 96).

Universal-Lexikon. 2012.

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